Familie

Willkomm und Abschied

Willkomm und Abschied

Unsere Zeit in Schweden neigt sich nun langsam dem Ende zu. In zwei Wochen werden wir nach Großbritannien aufbrechen und uns Südengland und Wales anschauen (Schottland schaffen wir diesmal leider nicht, das wollen wir mal ausgiebiger machen wenn es wieder wärmer ist). Wir sind schon mega gespannt wie das wird – und vorallem, ob und wie wir mit dem Linksverkehr zurechtkommen. Auch in England werden wir wieder ein paar Familien treffen und uns über freie Bildung, das Leben vor Ort und andere spannende Themen austauschen.

In den letzten Wochen ist gedanklich viel passiert bei uns. Mein Mann hat sich entschlossen, sein erstes kleines Unternehmen zu gründen und bietet nun Beratungen in gewaltfreier Kommunikation für Einzelpersonen, Paare und Familien an.

Ich habe mich mit ein paar tollen Selbstfindungs-Büchern eingedeckt und arbeite intensiv damit – natürlich schreibe ich auch viel dazu auf und vielleicht werden einige Sachen davon auch hier oder bei happy visions Einzug finden. Es gibt ja soviele spannende Dinge in einem selbst zu entdecken :) Das Wichtigste für mich war in den letzten Wochen, eine neue Aufgabe bzw. Business-Ausrichtung zu finden.
Ich habe mich richtig damit gequält, denn mir ist wichtig etwas Sinnvolles zu machen, das anderen hilft. So richtig komme ich aber auf keinen grünen Nenner – denn dieses Gedankenkarussel dreht sich schon seit Jahren! – und so habe ich jetzt erstmal beschlossen, mich meinem Blog zu widmen und ihn weiter auszubauen. Quasi als inneres Friedensangebot, da es offensichtlich nichts bringt, eine Eingebung zu erzwingen. Ich lasse es jetzt so und schaue einfach mal, wohin die Reise geht.

Schon zahlreiche Blogs habe ich gestartet und wieder auf Eis gelegt. Unzählige Beiträge auf meinem Laptop geschrieben und nie veröffentlicht. Der Rahmen hat einfach nie gepasst. Meine Themen waren zu unterschiedlich, ich fand keinen gemeinsamen Nenner. Aber ich will mir diese Gedanken einfach nicht mehr machen. Ich möchte einfach aus meinem Leben (und meiner Gedankenwelt) berichten. Das sind einfach viele verschiedene Themen, die offensichtlich keinen gemeinsamen Nenner haben – außer dass sie mich und mein Leben ausmachen. Also gibts doch einen roten Faden und der bin ich selbst. Jeder Mensch trägt ja die unterschiedlichsten Interessen in sich und hat seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht, die ihn geprägt haben. Mir fällt es ziemlich schwer, zu all den Gegensätzen in mir offen zu stehen. Ich würde gern ein perfektes Bild abgeben, aber das gelingt mir nicht (warum wohl? Ist bestimmt unmöglich). Irgendwie bin ich so konditioniert, dass alles stimmig und perfekt sein muss… Ich habe oft Angst, meine Gedanken mit allen da draußen zu teilen. Was die anderen denken könnten hat mich schon immer viel zu viel beschäftigt und von viel zu vielen tollen Dingen abgehalten.

Ich möchte einfach schreiben um des Schreibens willen. Nicht um etwas damit zu erreichen. Ich möchte nicht um Leser werben oder Dinge schreiben, damit jemand den Blog gut findet. Ich schreibe einfach was ich möchte. Wem es gefällt, der liest mit, und wem nicht, der klickt weiter.

Eines der Bücher das ich gerade lese („Bring Licht in die Welt“ von Neale Donald Walsh) muss ich euch bald nochmal ausführlicher vorstellen. Was ich daraus gelernt habe: Erst kommt das Sein, dann das Tun. Zu allererst entscheide ich mich, was ich SEIN will – z.b. heilend, lehrend, motivierend, Frieden bringend, … und erst danach kommt das TUN, das handeln – also das „in Form gießen“ dieses Seins. Das in Form gießen muss aber aus sich selbst heraus stattfinden, also nicht erzwungen werden – etwa durch feste Berufsbezeichnungen. Ich bin einfach was ich mir überlegt habe zu sein – und mehr nicht. Die Form ergibt sich dann im Laufe der Zeit selbst. Das ist so spannend, so befreiend! Ich glaube das Buch muss ich aber noch 20x lesen, bis ich diese einfache Essenz wirklich verinnerlicht habe.

Veröffentlicht von Julia

Hallo, ich bin Julia! Ich bin 34 Jahre jung, zweifache Mama und seit zehn Monaten mit meiner Familie auf Langzeit-Reise durch Europa - man könnte es auch Selbstfindungstrip nennen. Wir mussten raus aus dem alten Trott und alles mal gut durchmischen. Was brauchen wir noch und was kann weg? Wie wollen wir in Zukunft leben? Wir haben in den vergangenen Monaten viel gelernt und jeder Tag bringt neue Erkenntnisse. → mehr über mich

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