Familie

Tatendrang und Hoffnung

Tatendrang und Hoffnung

Der zweite Tag in England. Nach dem Schock von gestern bin ich heute voller Tatendrang und will es unbedingt schaffen, aus dieser Misere herauszukommen. Nach nur fünf Stunden Schlaf setze ich mich gleich früh an den Laptop und baue mein Portfolio als Webdesign-Freelancerin zusammen, damit ich mich auf Projekte bewerben kann. Den ganzen Tag mache ich nichts anderes als auf diesem harten Stuhl zu sitzen und in die Tasten zu hauen. Draußen stürmt es den ganzen Tag gewaltig. Immer wieder prasseln heftige Regenschauer herunter, dann klart es wieder auf, um sich kurz darauf wieder mit dunklen Wolken zuzuziehen. Zum Glück haben unsere Gastgeber die offene Autoscheibe mit einer stabilen Tüte zugeklebt – unser Auto stünde sonst unter Wasser. Am Abend bin ich fertig mit meiner Arbeit. Ich habe nun eine Webseite und kann mich ab morgen damit bewerben.

Am nächsten Morgen geht es los. Ich durchstöbere Jobbörsen und kontaktiere ein paar Leute von früher. Einen kleinen Auftrag habe ich vielleicht schon – mal schauen. Außerdem hab ich weiter am Buch gearbeitet. Achso, das Buch habe ich ja noch gar nicht erwähnt! Seit wir aus Berlin losgefahren sind habe ich immer mal wieder ein bisschen was geschrieben. Daraus geworden ist ein Buch für (angehende) Reisefamilien mit vielen Tipps und Tricks zum Umsetzen einer Langzeitreise mit Kindern. In spätestens fünf Wochen soll es fertig sein. Ich bin gespannt!

Heute sind wir in die Autowerkstatt gefahren, um das kaputte Fenster zu reparieren. Zum Glück war die Scheibe nicht gebrochen – uns fiel ein Stein vom Herzen! Durch den Aufprall in Newcastle ist wohl ein Metallteil im Inneren verbogen, dass die Scheibe gehalten hat. Jetzt ist alles wieder schick. Endlich mal eine gute Nachricht! Danach haben wir nochmal kurz den Ozean angeschaut. Es war wieder so mega windig, dass es uns fast weggepustet hat. Also direkt an der Küste wollen wir schonmal nicht wohnen :)

Veröffentlicht von Julia

Hallo, ich bin Julia! Ich bin 34 Jahre jung, zweifache Mama und seit zehn Monaten mit meiner Familie auf Langzeit-Reise durch Europa - man könnte es auch Selbstfindungstrip nennen. Wir mussten raus aus dem alten Trott und alles mal gut durchmischen. Was brauchen wir noch und was kann weg? Wie wollen wir in Zukunft leben? Wir haben in den vergangenen Monaten viel gelernt und jeder Tag bringt neue Erkenntnisse. → mehr über mich

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