Selbstbestimmt Arbeiten, Selbstfindung

Berufliche Veränderung: Wie du mit Ängsten und Zweifeln umgehen lernst

Hier auf „happy visions“ habe ich schon einige Male über das Thema berufliche Veränderung und Berufung geschrieben. Jetzt gerade ist das Thema bei mir wieder hochaktuell. Seit mehreren Jahren denke ich schon über eine berufliche Veränderung nach. Entwickle Konzepte und Ideen, gehe die ersten Schritte – und gebe dann wieder auf. Mir fällt es schwer, meiner Intuition zu vertrauen und Risiken einzugehen. Ich habe ganz stark mit Ängsten und einschränkenden Glaubenssätzen zu tun, die mich teilweise richtig lähmen.

Kennst du das auch aus deinem Leben? Hast du viele Ideen, wie du dich beruflich verändern könntest – aber kommst nicht über diese Gedanken hinaus ins Handeln? Dann möchte ich dir heute in diesem Beitrag meinen ganz persönlichen Weg aus dieser Krise erzählen und dir zahlreiche Tipps & Tricks mit auf den Weg geben, wie du mit deinen Ängsten umgehen und ins Tun kommen kannst.

Selbstfindung

Die Sache mit der Midlife Crisis oder: Warum wir uns stetig verändern (sollten)

Kann man mit Mitte Dreißig überhaupt von einer Midlife Crisis sprechen? Ich finde ja. Denn der Begriff drückt den Drang nach einer Neuorientierung aus („das Alte passt nicht mehr, aber ich weiß nicht was das Neue sein soll“) und ich bin mir sicher, dass sie bei manchen auch deutlich früher als 40 oder 50 beginnen kann. Wie bei mir zum Beispiel.

Wahrscheinlich gibt es viele verschiedene Auslöser einer solchen Krise. Ich denke, dass das Elternwerden definitiv dazu gehört und die Neupositionierung in der Welt in der verantwortungsvollen neuen Rolle die man ab dann spielt. Aber auch wenn man ein „Suchender“ ist, man sich selbst erkennen und nach den ureigensten Prinzipien handeln will – Stichwort „Selbstbestimmt leben“, kann man in so eine Phase rutschen. Wer bin ich, unter all diesen Schichten von Glaubenssätzen und Erwartungen, die andere an mich herantragen (bzw. in der Vergangenheit trugen) oder die ich glaub(t)e, erfüllen zu müssen? Wer bin ich und wer will ich sein?

Selbstbestimmt Arbeiten, Selbstfindung

Die Sache mit dem Bloggen

Als BloggerIn kann man entweder einfach nur über Fakten berichten – News, Produktrezensionen, Anleitungen, Reiseberichte, … oder man schreibt eine Art persönliches Tagebuch. Zu vielen verschiedenen Themen oder einem ganz speziellen. Ich blogge seit mittlerweile fünf Jahren regelmäßig (vorher sporadisch) und fast nur über unpersönliche Dinge. Das stört mich schon immer. Es ist nämlich so, dass ich durchaus sehr viele Gedanken habe, die ich gern teilen würde. Auf der anderen Seite bekomme ich jedes Mal einen Rappel, wenn ich was Persönliches poste. Innerhalb weniger Stunden dreht mein Gehirn so durch, dass ich den Beitrag dann wieder offline nehme.

An Silvester haben Philip und ich ein Lied aufgenommen (gecovert), einfach zum Spaß. Ich hatte die intuitive Idee, den Song auf Facebook zu posten, einfach um mal zu zeigen was wir so machen – als Eltern, am Silvesterabend in einem kleinen englischen Dörfchen. Immerhin verbindet uns die Liebe zur Musik schon seit vielen Jahren. Es hat zwei Tage gedauert, bis ich mich überwunden habe das Lied zu posten. Ich wollte die Aufnahme außerdem völlig unbearbeitet hochladen, trotz kleiner Fehler. Nichts rumschneiden oder korrigieren. Hey, das ist das echte Leben! Direkt nach dem Posten spürte ich die Panik hochkriechen und wollte es am Liebsten sofort wieder löschen. Aber ich versuche, es jetzt mal auszuhalten und zu erforschen. Was ist es, das mir solche Angst macht, wenn ich mich öffne? Warum schaffe ich es nicht, etwas Persönliches zu posten und dann auch online zu lassen?

Familie

Neustart in England

Abgesehen von der anfänglich komplizierten Unterkunftsuche war England bisher sehr freundlich zu uns. Schon bei der ersten Fahrt von der Fähre in Newcastle aus dachte ich: „Diese Landschaft! Also die wollen uns hier aber wirklich zum Dableiben überreden!“. So ging es dann immer weiter. Die Menschen waren bisher ausnahmslos offen, freundlich und hilfsbereit zu uns.

Quasi vor der Haustür haben wir den Ozean und können von dort direkt rüber nach Schottland schauen. Majestätische sanfte Berge erheben sich dort jenseits des Wassers. Besonders schön ist der Blick, wenn gerade Ebbe ist und wir kilometerweit über den Sand laufen können. Diese Aussicht ist einfach nur atemberaubend. Man kann so unendlich weit schauen.

Familie, Selbstfindung

Ein spontaner Entschluss

Vor drei Tagen haben wir beschlossen, unsere Wohnung zu kündigen, alles zu verkaufen und dann zu viert mit einem Auto (das wir noch kaufen müssen) durch Dänemark und Schweden zu fahren.

Wir fanden gleich am ersten Tag einen Nachmieter für unsere Berliner Wohnung und verkaufen nun so nach und nach den ganzen Krempel. Außerdem hoffen wir, dass wir dadurch auch ein bisschen Reisekapital reinbekommen. Insgesamt bleiben uns jetzt noch knapp zwei Monate bis zur Abreise. Es gibt viel zu organisieren und vorallem das Krempel-Verkaufen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.