Selbstfindung

Vom Umgang mit dem Tod

Ich habe eine zwiegespaltene Meinung zum Tod. Für mich ist nicht das Alter entscheidend, in welchem ein Mensch gehen muss, sondern seine Einstellung zum Leben. Ich bin gespannt, wie ihr das seht – schreibt mir doch gern einen Kommentar. Aber nun möchte ich euch erstmal meine Sichtweise darlegen und von meinen Erfahrungen berichten.

Es gibt Menschen (meistens Ältere), die keinen Lebenswillen mehr haben. Sich seit Jahren aufgegeben haben und nur noch dahinsiechen, depressiv sind, in die Luft starren, keine Freude am Leben haben. Sich über alles und jeden beschweren. Ich habe das Gefühl, dass solche Menschen vom Tod erlöst werden. Sie haben es endlich geschafft, müssen nicht mehr da sein. Oft reden sie zu Lebzeiten sogar davon, dass sie keine Lust mehr haben.

Aber dann gibt es Menschen, die einen unbändigen Lebenswillen haben. Ihr Leben genießen, mit ihren Kindern toben, Träume und Visionen haben. Die vielleicht gerade mal in der Mitte ihres Lebens angekommen sind. Wenn so jemand stirbt, werde ich unglaublich traurig. Ich verstehe diese Ungerechtigkeit nicht, Kindern ein Elternteil wegzunehmen. Sorry Tod, das erschließt sich mir nicht. Wenn ich in 20 Jahren erleuchtet bin, sehe ich das vielleicht anders, aber jetzt finde ich es noch scheiße.