Selbstbestimmt Arbeiten, Selbstfindung

Plädoyer für mehr Familienzeit

Zeit für die Familie ist wichtig, das wissen wir alle. Unsere Kinder brauchen uns für ihre gesunde Entwicklung. Sie wollen bei uns sein, mit uns spielen, von uns lernen, einfach den Alltag mit uns erleben. Das gilt sowohl für die ganz kleinen als auch für die größeren Kinder, die schon etwas selbstständiger sind.

Der Hauptgrund, warum wir auf unsere lange Reise aufgebrochen sind, war die fehlende Zeit als Familie. Der Ablauf war jeden Tag der gleiche: Mit Zeitdruck aufstehen und fertig machen für die Kita, dann schnell auf die Arbeit und nach der Arbeit rechtzeitig zurück sein bei der Kita. Wir waren so eingespannt im Hamsterrad, dass wir am Tag nur wenige gemeinsame Stunden miteinander verbringen konnten. Auch der enge Zeitplan der Kita störte uns – und vorallem unsere Tochter, die einfach einen ganz anderen Rhythmus hatte und sich sehr schwer mit den dortigen Strukturen tat. Dass unser Sohn (derzeit 1) nicht in die Kita gehen sollte, stand für uns sehr schnell fest. Warum wollen wir Kinder bekommen, wenn wir sie dann den ganzen Tag fremdbetreuen lassen sollen? Das macht für uns keinen Sinn.

Freies Lernen

Film-Tipp: Alphabet – Angst oder Liebe

Der Dokumentarfilm Alphabet – Angst oder Liebe (2013) ist ein Film über unsere heutige Leistungsgesellschaft. Wie verändert es die natürliche Neugier und Kreativität von Kindern, wenn sie Bildungseinrichtungen besuchen? Was geschieht mit jungen Menschen, die zu immer besseren Leistungen angetrieben werden? Warum unterdrücken wir das kindliche Spiel und ersetzen es durch vorgefertigte Antworten und Konkurrenzkampf?

Diesen Fragen geht Regisseur Erwin Wagenhofer in seinem Film „Alphabet“ auf den Grund. Er lässt Lehrer, Schüler, Bildungsexperten, Hirnforscher und Freilerner zu Wort kommen und stellt dabei die riesige Mauer zwischen „Freiheit“ und „Kontrolle“ – oder auch „Liebe“ und „Angst“ deutlich gegenüber. Den Trailer zum Film könnt ihr euch unter www.alphabet-film.com anschauen. Ein Interview mit Regisseur Erwin Wagenhofer sowie weiterführendes Material zum Film gibts unter alphabet-film.com/schulmaterial

Familie, Selbstbestimmt Arbeiten

Taschenbuch & E-Book: Mit deiner Familie auf Langzeitreise

Heute ist ein wunderbarer Tag! Ich halte die druckfrische Ausgabe meines zweiten Buchs in den Händen. Wie es zum Buch kam und was dich darin erwartet, erfährst du in diesem Beitrag.

Viele Jahre spielte ich mit dem Gedanken an eine lange Familienreise – doch das Hamsterrad und viele Zweifel und Ängste hielt mich zurück. Auf meinem Weg zu einem „offeneren Denken“ haben uns viele Blogs, Bücher und Ebooks geholfen. Von den bekanntesten digitalen Nomaden habe ich alle Informationen aufgesaugt und erst mal sehr lange nur von so einem Leben geträumt. „Die reisen alle allein“, dachte ich. „Das geht bestimmt nur, wenn man keine Kinder hat.“ Aber dann stieß ich auf inspirierende Blogs von Reisefamilien – je mehr ich suchte, desto mehr fand ich! Von da an gab es kein zurück mehr.

Irgendwann fingen wir mit den Recherchen an. Unternahmen erste Schritte. Unser Ziel wurde immer greifbarer und mittlerweile sind wir seit vier Monaten unterwegs!

Familie

Familienreise: Uniform hier, Uniform da

Wir haben uns gut im Haus eingelebt und auch Molly, die Katze die wir betreuen, scheint zufrieden mit uns. Gestern haben wir uns das Lapworth Museum of Geology anschaut – das einzige kostenfreie Museum, das ich hier finden konnte. Es gibt zwar viele tolle Museen und spannende Aktivitäten für Kinder in Birmingham, aber die Eintritte haben es in sich. 70 Pfund als Familie für eine Schlossbesichtigung, 20+ Pfund für den botanischen Garten, …

Das Lapworth-Museum ist toll! Es gibt viel über Dinosaurier und andere Tiere aus vergangenen Zeiten, ebenso wie Pflanzen und Gesteine zu sehen. Das Museum befindet sich direkt auf dem Uni-Campus – so dass wir also auch noch in das rege Studententreiben hier reinschnuppern können.

Selbstfindung

Kinder haben vs. freie Zeit für mich – Oder: Was ist wirklich wichtig?

Ich wollte schon sehr früh Kinder haben. Schon mit 18 malte ich mir aus, wie es wohl wäre, meine eigene Familie zu gründen. Bis ich den perfekten Mann dafür gefunden hatte, dauerte es allerdings eine Weile und so wurde ich „erst“ mit 27 Mama. Meine große Tochter ist mittlerweile schon sechs Jahre alt und hat vor einem Jahr noch ein Brüderchen bekommen. Wie der Alltag mit Kind aussehen und wie sehr ich mich durch meine Kinder verändern würde, konnte ich mir damals nicht mal ansatzweise vorstellen.

Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und daran gewöhnt, immer viel sehr Zeit für mich allein zu haben. Was ich immer toll fand, denn mir war eigentlich nie langweilig. Als Kind beschäftigte ich mich den ganzen Tag – entweder kreativ oder draußen in der Natur. Bis heute bin ich gern allein und tüftle an Ideen oder gehe spazieren und lasse mich einfach treiben. Ich liebe es, allein zu sein!

Familie, Selbstbestimmt Arbeiten

Ortsunabhängig arbeiten mit Kind: Wie geht das und welche Vorteile hat es?

Immer mehr Mütter genießen die Vorteile eines ortsunabhängigen Business. Mehr Zeit für die Kinder, freie Tageseinteilung, vielleicht sogar ausgedehnte Reisen als Familie – all das wird möglich, wenn man nicht auf einen festen Arbeitsplatz angewiesen ist.

Was bedeutet eigentlich ortsunabhängig?

Klar, zu allererst heißt das natürlich, dass du deine Arbeit von überall machen kannst. Am Strand, im Café, zuhause, im Auto, im Wohnmobil, im Park usw. Am ruhigsten und entspanntesten arbeitet es sich jedoch meist zuhause, wo man alles da hat was man braucht um dann nach der Arbeit die freie Zeit draußen (oder wo auch immer) zu genießen. Manche Mütter reisen dauerhaft mit ihren Kindern und arbeiten dann vom Wohnmobil (oder dem Hotelzimmer) aus. Alles ist möglich :) Zum Arbeiten auf Reisen komme ich weiter unten im Artikel nochmal zurück.

Familie, Selbstfindung

Was du von Kindern für deine Selbstfindung & Potenzialentfaltung lernen kannst

Seitdem ich eine Tochter habe sehe ich die Welt mit anderen Augen. Meine Prioritäten haben sich stark verschoben und es fällt mir leichter, andere Blickwinkel einzunehmen und den Tunnelblick in Bezug auf viele Themen zu öffnen.

Ich bin immer wieder überrascht wie viel man dazulernt, wenn man Kinder frei spielen lässt oder ihnen aufmerksam zuhört.

Was du von Kindern lernen kannst

  • Kinder sind neugierig. Alles Neue finden sie spannend. „Das will ich ausprobiereren! Das will ich mal in der Hand haben! Das will ich mir genauer ansehen!“
    Stets offen für neue Eindrücke zu sein, die Welt mit „ungetrübtem“ Blick ohne jegliche vorgefertigte Meinung zu betrachten, ist meiner Meinung nach eine äußerst wichtige Eigenschaft zur Selbstentfaltung. Was finde ich spannend und aufregend? Was fasziniert mich? Egal was andere davon halten, ob diese Tätigkeit oder Sache im Allgemeinen als „gut“ oder „schlecht“ bewertet wird (wer legt das überhaupt fest?). Egal ob diese Tätigkeit sinnvoll ist oder nicht. Einfach mal schauen und ausprobieren. Aktiv statt passiv sein.