Familie

Gedanken aus Dänemark

Gedanken aus Dänemark

Wir sind nun schon fast drei Wochen unterwegs. Vom Harz fuhren wir zu Freunden nach Bremen und dann weiter nach Dänemark. Hier werden wir in einer Woche nach Schweden aufbrechen und bei einer lieben Familie im Haus wohnen, bevor wir dann zu den Polarlichtern aufbrechen. Doch zurück zu den vergangenen Wochen.

In Bremen hatte unsere große Dame eine Spielkameradin, ein Trampolin und Bibi & Tina Kassetten – und schwebte im siebten Himmel. Zwar war das Wetter nicht so toll, aber das Haus unserer Freunde wunderschön und wir verbrachten dort ein paar entspannte Tage. Hier kam auch wieder sehr mein ewiger Traum vom eigenen Häuschen mit Garten an die Oberfläche. Zwar kann ich mir momentan nicht vorstellen, schon wieder sesshaft zu werden – denn ich will noch so viel entdecken und erleben! Aber die Vorstellung, irgendwann ein schönes kleines Häuschen am Meer zu haben, lässt mich trotzdem nicht los. Vielleicht in Norwegen oder Schottland? Ich mag ja die dortige Landschaft sehr. Auch das rauhe Klima, die schroffen Berge und der ganze Wikingerkram sind genau mein Ding. Ich habe total oft die Lieder/Gesänge aus „Ronja Räubertochter“ im Kopf.

Da wir keinerlei Erspartes haben, kommt das aber erstmal sowieso nicht in Frage und wir werden nicht allzu sehr in Versuchung geführt. Was auch wieder gut ist, denn sonst würden wir vielleicht viel zu schnell wieder sesshaft werden – was wir momentan gar nicht wollen. Auch die große Dame spricht immer wieder davon, was sie noch alles von der Welt sehen und erleben will. Momentan stehen China sehen und Reiten lernen ganz oben auf ihrer Liste :)

Seit wir im Ausland sind, habe ich wieder regelmäßig mit meinen Ängsten zu kämpfen. Andere Leute in einer fremden Sprache anzusprechen macht mir irgendwie Angst, ich kann gar nicht genau sagen warum. Dabei sprechen hier alle so gut Englisch und sind sehr freundlich. Es ist auch eher die Überwindung des Ansprechens, denn sobald ich im Gespräch bin ist es überhaupt kein Problem mehr. Hoffentlich wird das im Laufe der Zeit noch besser.

Das bisher tollste Erlebnis bisher war für mich unser Ausflug nach Rømø. Auch wenn es dort eindeutig zuviele Touristen gab, was uns ein wenig gestört hat – die Landschaft war einfach atemberaubend. Ich mag es irgendwie, den Naturgewalten ausgeliefert zu sein (sofern sie nicht lebensbdrohlich sind :D ). Wir sind mit dem Auto über den riesigen Sandstrand gefahren und der Wind peitschte den Sand in Wellen über den Boden – das sah einfach so abgefahren aus! Außerdem sind wir noch über die Dünen gewandert und hatten von dort einen sagenhaften Ausblick. Rømø liegt im größten Naturschutzgebiet Dänemarks. Das dortige Wattenmeer erstreckt sich über Deutschland bis nach Holland und ist in seiner Gesamtheit das größte Wattenmeer der Welt!

wind & sand crazyness!

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Momentan sind wir an der „dänischen Riviera“ in Gudmindrup nahe Nykøbing. Der Strand hier erinnert sehr an die Ostsee – aber das Wasser ist sehr viel blauer (teilweise blaugrün, voll schön!) und es wird schneller tief. Man muss also nicht gefühlte drei Stunden laufen, um endlich seine Knie mit Wasser bedecken zu können :D

Ich arbeite immernoch nur zwei Stunden pro Tag und genieße das sehr. Am Liebsten würde ich gar nicht arbeiten und einfach nur ausspannen, keine Verpflichtungen haben. Wir hoffen, dass das Geld reicht, auch wenn ich weiterhin so wenig arbeite. Sämtliche Versicherungen für das erste Reisejahr und die Ferienhäuser der ersten fünf Wochen hatten wir ja bereits im Voraus gezahlt, so dass wir momentan „nur“ Benzin, Essen und diverse Eintritte bezahlen müssen.

awwwww ❤️❤️❤️ #froggy #mynewbestfriend

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Ach, apropos Arbeit! Bei unserem Ausflug in die Hejmstedt in Skærbæk hatte ich eine Eingebung. Gleich am Eingang habe ich einen kuschligen Esel getroffen und ein bisschen mit ihm geplaudert. Dann am See sahen wir ganz viele klitzekleine Frösche, in die ich mich sofort verliebt habe. Und ich merkte: Ich liebe Tiere und die Natur so sehr!

best buddy!! ❤️

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Ich würde gern beruflich was mit Tieren machen – irgendwann mal – und keine Ahnung was. Ja, das wärs! Weg mit dem Computer, her mit dem echten Leben! Seit vielen Jahren schon suche ich ja nach meiner Berufung, einer Tätigkeit die mir einerseits Spaß macht, aber auch sinnvoll ist. Sinnvoll heißt für mich, dass ich damit Menschen und/oder Tieren etwas Gutes tun, ihnen helfen kann. Auch das Fotografieren und Schreiben sind mir wichtig. Und ich würde gern häufig draußen arbeiten, in der freien Natur. Dinge bauen bzw. generell mit den Händen etwas Kreatives zu erschaffen macht mir ebenfalls Spaß. Aber was man da jetzt für einen Beruf draus basteln könnte – keine Ahnung. Hat jemand von euch eine Idee?

Veröffentlicht von Julia

Hallo, ich bin Julia! Ich bin 34 Jahre jung, zweifache Mama und seit zehn Monaten mit meiner Familie auf Langzeit-Reise durch Europa - man könnte es auch Selbstfindungstrip nennen. Wir mussten raus aus dem alten Trott und alles mal gut durchmischen. Was brauchen wir noch und was kann weg? Wie wollen wir in Zukunft leben? Wir haben in den vergangenen Monaten viel gelernt und jeder Tag bringt neue Erkenntnisse. → mehr über mich

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