Selbstfindung

Du hast bereits alles was du brauchst – Wie du dein Leben zu schätzen lernst

Du hast bereits alles was du brauchst - Wie du dein Leben zu schätzen lernst

Hörst du auch diese ewig nagende Stimme in deinem Kopf, die das Glück immer erst in der Zukunft sieht? „Wenn ich genug Geld habe…“,“Wenn wir endlich ein Kind bekommen…“, „Wenn wir umgezogen sind…“ – wir schieben Zufriedenheit und inneren Frieden gern von uns weg – in eine andere Zeit, an einen anderen Ort. Doch warum können wir nicht einfach sofort glücklich sein?

Bevor du weiterliest, möchte ich mit dir gern eine kleine Übung machen. Schließe kurz die Augen und denke darüber nach, was du jetzt im Moment an guten Dingen in deinem Leben hast. Höchstwahrscheinlich hast du genug zu essen, Kleidung, sauberes Wasser, ein Dach über dem Kopf und genug Geld zum Überleben. Wahrscheinlich gibt es in deinem Leben auch Menschen, die dich lieben und denen du Liebe schenken kannst. Du kannst jederzeit frei deine Meinung äußern, hast einen Job, kannst ab und zu in den Urlaub fahren. Eigentlich geht es dir also gut und du hast bereits alles, was du brauchst.

Und dennoch schauen wir oft auf das, was wir nicht haben, was uns angeblich noch fehlt, um endlich glücklich zu sein. Wir sind unzufrieden, wollen noch mehr Komfort, noch mehr Liebe, noch mehr Wissen anhäufen, mehr Sicherheiten, mehr materielle Dinge besitzen, mehr aufregende Dinge erleben. Mir geht es oft genauso, ich möchte hier niemanden kritisieren. Ich möchte dich nur darauf aufmerksam machen, dass wir oft nicht sehen, dass wir alles Lebensnotwendige bereits haben und dafür dankbar sein können und sollten.

Wie zahlreich sind doch die Dinge, derer ich nicht bedarf. (Sokrates)

Es steckt soviel Schönheit in jedem Moment. Es ist ein Wunder, am Leben zu sein! Das alles ist nicht selbstverständlich. Wie können wir lernen, mit dem zufrieden zu sein was wir bereits haben?

1. Wahrnehmung verändern

Wir haben zu Beginn festgestellt, dass wir eigentlich bereits alles haben, was wir brauchen,. Also müssen wir uns dessen „nur“ bewusst werden, uns diese Dinge regelmäßig in Erinnerung rufen. Wir können und sollten dankbar für die Menschen sein, die Teil unseres Lebens sind, anstatt mit ihnen zu streiten, uns zu vergleichen und dergleichen mehr. Die kleinen Momente voll auskosten, anstatt immer mehr erleben zu wollen oder uns andauernd vom eigentlichen Leben abzulenken.

Lege ein Notizheft oder Tagebuch neben dein Bett und notiere vor dem Schlafen drei Dinge, für die du am heutigen Tag dankbar warst. Was ist heute besonders gut gelaufen? Wer hat dir geholfen oder etwas Gutes getan? Welche schöne Erfahrung hast du heute gemacht? Was hast du Neues gelernt?

Spring nicht gleich aus dem Bett wenn der Wecker klingelt, sondern starte den Tag mit Dankbarkeit. Wofür bist du dankbar in deinem Leben? Dass du eine Arbeit hast? Eine schöne Wohnung? Einen liebevollen Partner neben dir? Sei dankbar für jede einzelne Sache und sieh sie nicht als selbstverständlich an.

2. Respekt zeigen

Begegne jedem Menschen mit Respekt und Ehrfurcht. Egal ob derjenige schlecht gelaunt ist oder du mit „so jemandem“ normalerweise nichts zu tun haben würdest. Sieh ihn als gleichwertigen Menschen an und behandle ihn auch so.

Lächle anderen zu – und du lächelst deinem eigenen Herzen zu. Denn sie sind wie du. (aus dem Zen-Buddhismus)

Im Grunde unseres Herzens sind wir alle eins und alle miteinander, sowie mit der Erde auf der wir leben, verbunden. Respektiere die Welt um dich herum, die dein Leben ermöglicht und deren Teil du bist.

3. Vor dem Kaufen innehalten

Bevor du dir etwas Neues kaufst, frage dich ob du diesen Gegenstand wirklich benötigst oder vielleicht schon genug hast. Warum möchtest du das kaufen? Welches Bedürfnis soll dieses Produkt erfüllen, dass du vielleicht auch anderweitig befriedigen kannst? Wir können uns am dem freuen, das wir bereits besitzen, anstatt immer mehr haben zu wollen.

4. Jeden Bissen genießen

Bevor du eine Mahlzeit zu dir nimmst, halte einen Moment inne und bedanke dich gedanklich bei jedem, der dieses Mahl möglich gemacht hat: der Bauer der das Gemüse und Getreide gepflanzt und großgezogen hat, der Lieferant der es in den Laden gebracht hat, der Verkäufer bei dem du dein Brot und Gemüse gekauft hast. Oder den Koch und das Personal im Restaurant. Wertschätze jeden Bissen, den du isst, anstatt innerlich nach etwas Besserem zu streben.

5. Sich Anderen zuwenden

Es gibt viele Menschen die täglich leiden, vielleicht hungern oder in einem Kriegsgebiet leben. Menschen, die krank sind oder in Armut leben. Natürlich können wir nicht alle Probleme lösen und jedem Menschen helfen. Aber wir können unser Bestes tun, anderen zu helfen. Das bedeutet nicht, dass du jede freie Minute anderen Menschen widmen oder deine gesamten Ersparnisse dem guten Zweck spenden sollst. Es ist aber wichtig darüber nachzudenken, ob man sich nur um sich selbst dreht, oder auch mal über den Tellerrand schaut und entsprechend seiner Möglichkeiten handelt. Warum schauen wir nicht, was wir für andere tun können?

Nun bin ich gespannt, was das Gedankenexperiment am Anfang des Artikels bei dir ausgelöst hat. Wofür bist du jetzt im Moment dankbar?

Veröffentlicht von Julia

Hallo, ich bin Julia! Ich bin 34 Jahre jung, zweifache Mama und seit zehn Monaten mit meiner Familie auf Langzeit-Reise durch Europa - man könnte es auch Selbstfindungstrip nennen. Wir mussten raus aus dem alten Trott und alles mal gut durchmischen. Was brauchen wir noch und was kann weg? Wie wollen wir in Zukunft leben? Wir haben in den vergangenen Monaten viel gelernt und jeder Tag bringt neue Erkenntnisse. → mehr über mich

3 Gedanken zu „Du hast bereits alles was du brauchst – Wie du dein Leben zu schätzen lernst“

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