Freies Lernen

Autodidaktisch lernen: Warum du kein Studium brauchst, um erfolgreich zu sein

Was mir mein Abi und Bachelorabschluss bisher gebracht haben? Meine Praktikumsnachweise und Weiterbildungszertifikate? Nichts. Niemand hat meine Kompetenz als Unternehmensinhaberin je in Frage gestellt und wollte ein „Beweis-Dokument“ dafür sehen. Und nein, ich hatte keine schlechten Noten, die ich verstecken wollte. Ich habe ein 1-er Abitur, einen 2-er Bachelorabschluss, super Praktikumsbewertungen, zahlreiche Weiterbildungsnachweise. Der Fakt ist einfach, dass ich all diese Sachen nicht gebraucht habe.

Dazu kommt noch, dass ich eigentlich schon immer autodidaktisch gelernt habe und dem „herkömmlichen“ Bildungssystem nicht viel abgewinnen konnte. Frage-Antwort Schema, stumpfes Auswendiglernen, die Bewertung anhand dessen wer sich am häufigsten meldet (egal was er dann von sich gibt)? Das ist nicht mein Ding.

Familie

Gedanken aus Dänemark

Wir sind nun schon fast drei Wochen unterwegs. Vom Harz fuhren wir zu Freunden nach Bremen und dann weiter nach Dänemark. Hier werden wir in einer Woche nach Schweden aufbrechen und bei einer lieben Familie im Haus wohnen, bevor wir dann zu den Polarlichtern aufbrechen. Doch zurück zu den vergangenen Wochen.

In Bremen hatte unsere große Dame eine Spielkameradin, ein Trampolin und Bibi & Tina Kassetten – und schwebte im siebten Himmel. Zwar war das Wetter nicht so toll, aber das Haus unserer Freunde wunderschön und wir verbrachten dort ein paar entspannte Tage. Hier kam auch wieder sehr mein ewiger Traum vom eigenen Häuschen mit Garten an die Oberfläche. Zwar kann ich mir momentan nicht vorstellen, schon wieder sesshaft zu werden – denn ich will noch so viel entdecken und erleben! Aber die Vorstellung, irgendwann ein schönes kleines Häuschen am Meer zu haben, lässt mich trotzdem nicht los. Vielleicht in Norwegen oder Schottland? Ich mag ja die dortige Landschaft sehr. Auch das rauhe Klima, die schroffen Berge und der ganze Wikingerkram sind genau mein Ding. Ich habe total oft die Lieder/Gesänge aus „Ronja Räubertochter“ im Kopf.

Familie

Und dann wurde es still.

Der 01.06.2017 ist der große Tag. Wir übergeben unsere Wohnung an die neuen Mieter und machen uns – nun komplett ohne festen Wohnsitz – auf den Weg zur ersten unserer großen Reise. Wir müssen nochmal an Neles Kita vorbei, um die ausgeliehene Luftmatratze zurückzubringen. Als wir dann fertig sind und endgültig losfahren, stehen einige unserer befreundeten Kita-Eltern filmreif draußen und winken aus – dieses Bild werden wir wohl nie vergessen! Berlin zeigte sich nochmal von seiner unschönen Seite: Wir brauchten fast zwei Stunden, um überhaupt aus der Stadt herauszukommen. Aber dann wurde alles gut. Nach einer langen und stressigen Autofahrt kamen wir am Nachmittag an unserem ersten Stopp an: St. Andreasberg, die höchstgelegenste Stadt des Harzes.

Hier ist es richtig schön leise. Kein Autolärm, keine Nachbarn, kein Gestank – nur pure Natur. Und Stille. Himmlisch! Wir laufen durch die Natur, fahren Seilbahn und Sommelrodelbahn und besuchen die alte Bergwerksgrube „Samson“. Eine richtige Tagesstruktur gibt es bisher noch nicht. Mal schauen wie sich das im Laufe unserer Reise noch verändern wird. Nils gefällt die Reise gut, für ihn ist einfach nur wichtig, dass seine Familie da ist. Er wirkt wie immer sehr glücklich und ausgeglichen. Nele hat ein wenig mit ihren Launen und Stimmungsschwankungen zu kämpfen. Sie reagiert oft und sehr heftig gereizt auf alltägliche Situationen. Das war aber auch vor unserer Abreise schon oft so – jetzt wird es nur deutlicher, weil wir 24h täglich aufeinander hocken. Wir sind gespannt, wie sich das entwickelt.